Wenn sich Ihnen jemand anvertraut und Ihnen berichtet, dass er/sie missbraucht und/oder vergewaltigt wird bzw. wurde können Sie sehr helfen, wenn Sie zuhören und Verständnis aufbringen.

Bitte bedrängen Sie denjenigen nicht, denn es ist wichtig dass er/sie Entscheidungen selbst trifft und auch selbst bestimmen kann was er/sie sagen möchte und in welchem Tempo er dies tut.

 

Bei dem Verdacht das Ihr oder überhaupt ein Kind missbraucht wird/wurde, suchen Sie sich am besten Hilfe von außen (bei Beratungsstellen, Jugendamt, Polizei).

Auch wenn es schwer fällt, versuchen Sie Ruhe zu bewahren.

Wichtig ist, dass Sie das Kind nicht bedrängen und dass Sie alles vermeiden, was das Kind so verstehen könnte als habe es Schuld an den Übergriffen. Fragen wie: "Warum hast du dich nicht gewehrt?" oder "Warum hast du nichts gesagt?" sollten auf gar keinen Fall gestellt werden, denn diese "Warum-Fragen" vermitteln Vorwürfe und lösen Schuldgefühle aus. Hören Sie dem Kind aufmerksam zu und überlassen Sie dem Kind in welchem Tempo er/sie darüber sprechen möchte. Sollte das Kind eine Pause benötigen, dann lassen Sie dies zu.

Viele Kinder können über das Erlebte nicht sprechen, sie drücken sich durch bestimmte Reaktionen aus ( Symptome und Reaktionen nach sexuellen Missbrauch ) oder malen es auf.

 

Für das Kind ist es ganz wichtig dass es Sicherheit vermittelt bekommt. Um diese zu gewährleisten sollte alles, was nun passiert ,abgesprochen und erklärt werden. Für das Kind ist es wichtig dass es weiß was jetzt passiert, so hat es nicht das Gefühl wieder ausgeliefert zu sein. 

 

 

 

Und bitte bedenken Sie: Wer Missbrauch erleben musste ist nie Schuld daran!