Skills sind Fertigkeiten, mit denen man  selbstverletzendes Verhalten ersetzen kann. D.h. bevor man sich selbst verletzt wendet man ein Skill an um die Anspannung zu lindern. Der Idealfall sollte sein, dass man ein Skill anwendet und so die Selbstverletzungen reduziert.

Auch können Skills zur Beruhigung eingesetzt werden.

 

Frühwarnzeichen:

Auch wenn man oft das Gefühl hat, dass die Anspannung plötzlich hochschnellt, merkt man bei genauerer Betrachtung das vorab schon Signale spürbar werden.

Gedanken, Gefühle, körperliche Merkmale und das Verhalten sind die wichtigen Merkmale um die Anspannung zu beschreiben.

Die Merkmale des Hochstressbereiches die man schon im mittleren Stressbereich schürt sind die Frühwarnzeichen.

Sobald man diese Frühwarnzeichen wahrnimmt sollte zu den Skills gegriffen werden.

 

Spannungsdimension:

Es gibt drei Spannungsdimensionen:

• Niedrige Anspannung (0-30%)

• Mittlere Anspannung (30-70%)

• Hochspannung (70-100%)

 

Damit man einen Überblick über seine Anspannungsmerkmale bekommt, kann folgende Tabelle helfen:

 

Niedrige Anspannung (0-30%) Mittlere Anspannung (30-70%) Hochspannung (70-100%)
Gedanken: Gedanken: Gedanken:
Gefühle: Gefühle: Gefühle:
Körperliche Merkmale: Körperliche Merkmale: Körperliche Merkmale:
Verhalten: Verhalten: Verhalten:

 

 

Zugangskanäle:

Unter Zugangskanäle versteht man:

Skills wirken über unterschiedliche "Kanäle" : über Handlungen, über Gedanken, über die Sinne oder über den Körper. Unter Hochstress sind bei den meisten Menschen nur noch bestimmte Zugangskanäle offen.

• Wenn man herausgefunden hat, welche Zugangskanäle bei einem bei hoher Anspannung noch offen sind, weiß man welche Skills man dann am besten einsetzen kann.

 

 

Wie man Zugangskanäle zuordnen kann:

sinnesbezogene Skills

Sehen

Hören

Schmecken

Riechen

Spüren

Durch sinnesbezogene Skills kann die Hochspannung bei manchen Menschen beeinflusst werden. Sie können die Spannung reduzieren, indem sie z.B. frischen Merettich, saure Bonbons oder Chillischoten kauen oder den Kopf in kaltes Wasser tauchen.
gedankenbezogene Skills Manche können sich ablenken, indem sie z.B. Kreuzworträtsel lösen.
handlungsbezogene Skills Um Spannung zu reduzieren, kann Sport erfolgreich eingesetzt werden.
körperbezogene Skills Viele können ihren Zustand verändern, indem sie ihre Atmung verändern.

 

 

 

 

Quelle: Bohus/Wolf: Interaktives Skills Training für Borderline-Patienten © Schattauer Verlag 2009