Jährlich gelangen bis zu 2500 Kinder in Deutschland auf die Straße.

Für ca. 300 Kinder ist die Straße eine Zuflucht vor weiterer Vernachlässigung oder sexualisierter Gewalt, die sie in ihrem Elternhaus erfahren mussten.

Doch das Leben auf der Straße ist kein Zuckerschlecken, es ist ein täglicher Überlebenskampf.

Der Lebensunterhalt muss täglich, von denn oft noch nicht einmal 12 -jährigen Kindern, bestritten werden.

Um zu überleben bleibt ihnen meistens nur das Betteln, Klauen, durchforsten von Müll und die Prostitution.

Wird es Abend beginnt die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz, der trocken und halbwegs sicher ist. Kinder sind schutzlos und werden leicht zu (erneuten) Opfern, sie leben in der Gefahr ausgeraubt, missbraucht oder sogar ermordet zu werden.

Es gibt zwar Notunterkünfte, doch oft stehen diese monatlich pro Person nur begrenzt zur Verfügung.

Auch von der Gesellschaft und von den Behörden werden sie viel zu oft allein gelassen...

 

Kinder die auf der Straße leben haben viel auszuhalten, zu viel für die kleinen Kinderseelen und so betäuben sie die harte Realität mit Alkohol und Drogen.

So ein Leben auf der Straße hat tiefgreifende Folgen, so treten oft schwere körperliche und psychische Beeinträchtigungen auf und auch die Sterblichkeit ist durch Alkohol, Drogen und sexualisierter Gewalt stark erhöht.

Da sich viele Jungen und Mädchen prostituieren ist eine große Zahl von ihnen HIV-positiv.

 

Allein und ohne Zukunftsperspektive ist es für sie kaum möglich von der Straße weg zu kommen und dabei ist es ein großer Wunsch von vielen dieser Kinder...